Die Jahrestour 2026 ist Geschichte. Alle 11 Teilnehmer sind wohlbehalten zurückgekehrt – mehr oder weniger geschniegelt, etwas müde, aber um viele Geschichten reicher. Das Wichtigste vorweg: Niemand musste mit dem Besenwagen abgeholt werden, und die Ladegeräte waren tatsächlich wichtiger als die Zahnbürsten.
Freitag – Der frühe Vogel fährt Rad
Pünktlich um 7:30 Uhr setzte sich der Tross an der Schreinerei in Alme in Bewegung. Erstaunlicherweise waren alle da – einige sogar schon wach.
Nach rund 40 Kilometern wurde am Padersee das erste Etappenziel erreicht: das Frühstück. Die Reservierung für 10 Uhr war goldrichtig, denn bis dahin hatten sich sämtliche Kaloriendefizite bedrohlich aufgebaut. Es wurde gespeist, als stünde anschließend eine Alpenüberquerung an.
Im gelben „Radsport Alme“-Trikot rollte die Mannschaft weiter über den Teuto zu den Externsteinen von Horn-Bad Meinberg, Kulturgeschichte vom Allerfeinsten. Dort wurden die obligatorischen Fotos gemacht bis jeder zufrieden aussah und es dem Anblick dieser majestätischen Kultsteine gerecht wurde. Anschließend wartete hoch oben das Hermannsdenkmal. Während Hermann seit über 150 Jahren von dort oben auf sein Reich blickt, wurden wir tatsächlich Zeugen eines legendären Schwertwechsels von rechts nach links. Ein wirklich imposantes Schauspiel!



Nach dem Einchecken im Elisabethhotel führte der Abend mit einem Spaziergang durch die wunderschöne Detmolder Altstadt wurde allgemein als aktive Regeneration verkauft. Nachhaltig war auch das Strate-Biertasting mit 7 Möglichkeiten aus dem Fass im Brauhaus.
Samstag – Kultur, Kurven und Kalorien
Nach einem Hotel-Frühstück in ruhiger Atmosphäre startete die große Rundtour.
Im blauen „Radhaus Büren“-Trikot ging es über Horn und Bad Meinberg, Blomberg, in niedersächsische Bad Pyrmont, Lügde, Schiedersee zurück nach Detmold.
Über 80 geschichtsträchtige Kilometer und 750 Höhenmeter später war die Gruppe pünktlich genug für den zweiten Besuch im Brauhaus Strate.
Sonntag – Heimwärts
Zum Abschluss wurde noch einmal das gelbe Trikot übergestreift. Die Rückfahrt über die sagenumwobene Passstraße der Gauseköte verlangte den Beinen ein letztes Mal alles ab.
Die Eisdiele Molin in Schlangen, gleich am Ende der Gauseköte, muss hier noch erwähnt werden. Unzählige Sorten Eis sorgen hier für eine ganz besondere Pause.
Nach einem weiteren Zwischenstopp an der Wewelsburg erreichte die Gruppe schließlich wieder Alme. Im Eulenhof klang die Tour standesgemäß aus. Während die einen ihre Leistungen analysierten, diskutierten die anderen bereits darüber, warum ihre Fahrradcomputer grundsätzlich weniger Kilometer anzeigen als die der Kollegen.


Das Fazit
253 Kilometer, über 2.400 Höhenmeter, unzählige Gespräche, jede Menge Gelächter und kein einziger ernsthafter Defekt – zumindest nicht am Material. Die Beine werden sich wieder erholen, der Muskelkater vergeht, aber die Erinnerungen bleiben.
Bis zur Jahrestour 2027 – trainiert fleißig… oder sucht schon mal gute Ausreden. 🍻🚴
Text und Bilder
Peter Pannenbäcker